Europa, wir müssen reden!

Bei der Simulation Europäisches Parlament (SIMEP) kommen zweimal im Jahr über 200 interessierte Schüler zusammen, um die parlamentarische Arbeit in Straßburg und Brüssel nachzuempfinden.

Begleitend zur Veranstaltung habe ich zusammen mit einem kleinen Team aus jungen  Journalisten eine Zeitung produziert – die „SIMEPexpress“. Vielen Dank an Johann Stephanowitz von der Jungen Presse Berlin und Alaida Hobbing von der Jungen Presse Hamburg, mit denen ich jeweils an den zwei Terminen teamen durfte. Die Ergebnisse können sich sehen lassen:

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Als Talk-Gast beim Medienforum Mittweida

Alles beginnt mit einem Anruf von Philine, die ich gut aus dem Organisationsteam vom Jugendmediencamp kenne. Natürlich will ich nicht ablehnen, als die sie mich unvermittelt einlädt, als Podiumsgast beim Medienforum Mittweida zum Thema Vertrauenskrise im Journalismus und Medienkompetenz zu sprechen. Dabei bin ich weder Medienwissenschaftler noch „renommierter Experte“ auf diesem Gebiet, sondern nur ein Vertreter des Jugendpresse-Netzwerks.

Erst dachte ich noch an einen stickigen Seminarraum mit ein paar versprengten Studenten der Medien-Fakultät (von der ich immerhin schon gehört hatte). Doch dass ich mich plötzlich – für die Kameras geschminkt – in einem großen Studio in einer professionellen Talkrunde wiederfinde und mit namhaften Medienmenschen vor hunderten Besuchern meine Gedanken vortragen darf – damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

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Von der Walachei zu Dracula auf Rumäniens verrücktem Pass

Gipfel mit dem Auto statt auf Wanderschuhen zu queren, klingt für mich wenig stilvoll. Eigentlich. Denn bei der Fahrt auf der Transfăgărășan in den rumänischen Karparten, die die Sendung „Top Gear“ zum „World’s Best Roadtrip“ kürte, sieht die Sache etwas anders aus: Ein Gewirr aus Serpentinen schlängelt sich durch das Massiv auf über 2000 Metern und verbindet die Walachei im Süden mit Siebenbürgen, oft besser bekannt als Transsilvanien.

Natürlich hätte es Spaß gemacht, den geliehenen Dacia über die Gebirgspiste zu peitschen. Aber da meine Freunde und ich weder Lebensmüde sind noch die besonderen Aussichten verpassen wollten, haben wir es eher gemütlich angehen lassen. Gefühlt jeden Kilometer haben wir einen Stopp eingelegt, um die außergewöhnliche Atmosphäre zu genießen. So konnte ich ein paar Impressionen vom Straßenrand festhalten:

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Berlin wählt: Vor Ort mitreden

Warum es die Bezirke gibt, worüber die BVVen entscheiden und welche Beteiligungsmöglichkeiten es für gerade für junge Engagierte gibt, habe ich in einem Erklärstück für den PolitikCafé-Blog aufgeschrieben:

Denn wenn immer es um die anstehenden Wahlen geht, steht zumeist das Berliner Abgeordnetenhaus im Fokus. Doch auch die Bezirksverordnetenversammlungen haben mehr als ein Wörtchen mitzureden in der Stadtpolitik.

Mehr Beiträge von mir im PolitikCafé-Blog.

Neuer Anlauf fürs Berliner PolitikCafé

Verändertes Konzept, ein Relaunch im Netz und neue Köpfe: Die Junge Presse Berlin wagt einen Neustart des PolitikCafés, das erst im vergangenen Jahr vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als vorbildliches Projekt ausgezeichnet worden ist. Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein, schließlich stehen am 18. September die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen an.

Neben Diskussionspodien mit den Jugendparteiorganisationen an Schulen – gewissermaßen der Markenkern des Projekts – kommen seit einigen Monaten auch wieder PolitkCafé-Stammtische zusammen, bei denen politisch engagierte Jugendliche verschiedener Parteizugehörigkeiten in gemütlicher Atmosphäre debattieren.

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Erschienen: JUPMA #6

Wieder war ich Projektleiter für das Medienmagazin JUPMA der Jungen Presse Berlin. Die Themen diesmal: Praktika in den Medien, die Re:publica einschließlich der Media Convention Berlin und Schülerzeitungen aus 2015.

Ich danke allen mitwirkenden Autoren, insbesondere meinem politikorange-Presseteam bei der re:publica, Johanna Goldmann für die Autoren-Portraits, Wiebke Hugen und Benjamin Richter für die erfrischenden Kolumnen sowie Michael Münnich und Maximilian Gens für die Korrekturlese in letzter Minute.

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Snowden, Start-Ups, Social Media

Zum zehnten Mal findet in Berlin die re:publica statt. Dieses gefeierte Jubiläum von Europas Top-Messe für soziale Medien und digitaler Gesellschaft ist Anlass genug, mich mit einer kleinen Redaktion aus dem Kreis der Jungen Presse Berlin zum „digitalen Klassentreffen“ einzufinden.

Parallel fand erneut die – für mich persönlich noch spannendere – Media Convention Berlin (#MCB16) statt. Für politikorange und JUPMA haben wir einige Spotlights eingefangen.

„Don’t talk about your products, talk around your products“

Immer mehr Unternehmen produzieren Werbeerzeugnisse oder launchen Online-Auftritte, die auf dem ersten Blick wie redaktionell gestaltete Magazine aussehen. Bereits alle 30 DAX-Konzerne betreiben das sogenannte Content Marketing, sechs davon sehr umfassend. Zu diesem Befund kommt der Medienforscher Lutz Frühbrodt in einer bisher noch nicht veröffentlichten Studie der Otto-Brenner-Stiftung, die er in Teilen auf der Mediaconvention Berlin (#MCB16) vorstellte. Schreibt Volkswagen also bald selbst über seinen Abgas-Skandal?

Ganz egal wie sehr sich Content Marketing wirklich ausbreiten wird: Für viele Zuhörer bei der Media Convention scheint das Vordringen von Werbeinhalten in den Journalismus kein bedrohliches Szenario zu sein. Schließlich hätten die Medienhäuser selbst versagt, wird „kritisch“ angemerkt – und ganz so, als müssten Magazine von Dosenherstellern oder Mobilfunkunternehmen eine Lücke schließen. Welche Lücke das genau ist, wurde leider nicht genauer erläutert. Auch nicht, womit jene Kritiker selbst ihr Geld verdienen. Fest steht, dass das Content Marketing im Medienbereich eine boomende Branche begründet.

Das ganze Phänomen haben ich zusammen mit Lisbeth Schröder im politikorange-Blog beschrieben.

Über das neue Berliner Jugendportal

Mit dem neuen Berliner Jugendportal, kurz „jup! Berlin“, will der Senat neue Wege der ePartizipation einschlagen. Das Portal soll die zentrale Informations- und Beteiligungsplattform für junge Hauptstädter werden. Geplant ist, hier einen ständigen Austausch zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträgern zu ermöglichen, zum Beispiel über Umfragen, moderierte Chats oder Videokonferenzen. Geplant ist zudem ein Informationsangebot zu Themen wie Berufsorientierung, Krisenhilfe und Schule, ein Jugendmagazin und eine virtuelle Karte, auf der Veranstaltungen und Projekte in den Kiezen gepinnt werden können.

Das Projekt ist nicht unumstritten. Nach Meinung der LAG Medienarbeit wären die Mittel – immerhin 750.000 Euro bis zunächst Ende 2017 – in dezentrale Projekte besser investiert. Auch am Sinn einer solchen Plattform regen sich Zweifel, von denen sich Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) aber nicht beirren lassen möchte: Ihr Wunschprojekt geht online.

Mehr dazu in meinem Artikel für den Tagesspiegel.