Kalendergirls

Seit drei Jahren produzieren sechs Freundinnen vom Prenzlauer Berg den „Mädchenjahreskalender“. Klingt naiv, ist es aber nicht: In Essays setzen sich die jungen Frauen mit feministischen und teils sehr philosophischen Themen auseinander. Der Kalender, der ausdrücklich kein politisches Manifest ist sondern Denkanstöße liefern will, besticht zudem durch eine liebevolle Gestaltung.

Dass es nicht ohne manchen Kitsch und Rosa geht, mag irritieren, aber nicht im Widerspruch zur starken Aussage des Projekts stehen. Gleichaltrige fordern sie zu Selbstbewusstsein, vor allem aber zu mehr Selbstbestimmtheit auf. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für die Freundin oder Schwester sucht, sollte jetzt zuschlagen!

Mehr dazu in meinem Artikel für den Tagesspiegel.

Wie reagieren, wenn mein Kind Drogen probiert?

Heranwachsende haben es nicht einfach mit ihrer Elterngeneration, die sich gern vehement dagegen wehrt, von ihren eigenen Kindern als altmodisch abgetan zu werden. Doch in vielen Situationen entpuppt sich dieses Zeugnis der Uncoolness als ein Gütesiegel richtiger Erziehung. Zum Beispiel wenn es um das Thema Drogen geht.

Dass Cannabis und co nie aus der Mode gekommen sind weiß die Elterngeneration von heute natürlich, denn immerhin haben auch sie oft intensive Rauscherfahrungen in ihrer Jugend gesammelt (oder sammeln sie noch immer). Viele kommen so auf die Idee, mit ihren Kindern den ersten Joint zu rauchen, um das Thema zu entzaubern und es scheinbar kontrolliert anzugehen. „Weichei-Elterngetue“ nennt die Sozialpädagogin Kerstin Jüngling, Geschäftsführerin der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, dieses Verhalten. Für sie ist klar: Eltern sollten ein deutliches Verbot für Drogen aussprechen, denn damit sei immerhin eine für Jugendliche wichtige Grenzen gesetzt, an der sie sich orientieren können. „Eltern müssen wieder lernen, Eltern zu sein“.

Das Thema und Tipps für Eltern habe ich für die Familienseite vom Tagesspiegel behandelt. Hier gibt es den ganzen Artikel online.

Augen auf, fertig, los!

Die Brille mit eingebautem Eyetracker erkennt die Blickrichtung. Damit weiß auch der elektrische Rollstuhl genau wohin er steuern muss. Für Menschen mit Multiple Sklerose oder ALS im Höchststadium, die nur noch ihre Augen bewegen können, verspricht die Entwicklung von Myrijam (14) und Paul (15) ein Stück Freiheit.

Experimentieren mit Brennstoffzellen oder Materialforschung mittels Kamera-Spektral-Analyse – zwischen Schulbank und Schülerband gibt es erstaunliche Hobbys, deren innovative Ergebnisse „Jugend Forscht“ aus den Bastelkellern an die Oberfläche befördert. Was ich aber ebenso innovativ finde: Die Bauanleitung für den augengesteuerten Rollstuhl von Myrijam und Paul gibt es als Creative Commons Lizenz frei zum download.

Den ganzen Artikel beim Tagesspiegel.

Kühner Sprung ins Sommerloch

Ziel ist, so spektakulär wie möglich ins Wasser zu springen. Und wer die prominent besetzte Jury noch etwas beeindrucken möchte beim „Müggel Mortale“, der zieht sich ein lustiges Kostüm an. 

Erwartet werden am Strandbad Friedrichshagen allerlei Actionfiguren, Tiere, Personen im Nachthemd oder Männer Mitte 50 in schicken Frauenkleidern. Noch eine Schippe drauf legen die BMX-Sportler vom nahegelegenen Mellowpark, die sich mit ihrem Rad über eine Rampe ins Nass befördern. So hat sich das jährliche Spaßevent mittlerweile auch zu einer kleinen Leistungsschau für die hiesige BMX-Szene entwickelt, die immer wieder um städtischen Freiraum kämpfen muss und hier auf sich aufmerksam macht.

Mein Artikel dazu im Tagesspiegel.

Wenn der Nachbar eine fette Party feiert

Mir ist es noch immer ein Rätsel, warum die „Haltestelle Woodstock“ im polnischen Küstrin an der Oder (Kostrzyn nad Odrą) selbst unter erfahrenen Festivalgängern ein Geheimtipp geblieben ist. Dabei ist Berlin nur eine Zugstunde entfernt. Vielen entgeht, dass gleich hinter der Grenze eines der größten Musikfestivals der Welt stattfindet. 

Warum angeblich einst The Prodigy fast ihren Auftritt verweigerten, das polnische Woodstock eine Art Charity Gala ist und warum es den ganzen Festivalspaß dennoch für umme gibt – das habe ich für den Tagesspiegel aufgeschrieben. Die passende Lokalspitze gibt es in der gedruckten Tagesspiegel-Ausgabe oder online bei den Potsdamer Neusten Nachrichten.

Crowdfunding, Genossenschaften, Spenden

Unter dem Titel „Journalismus anders finanzieren“ diskutierte der Medientresen der Jungen Presse Berlin, wie man angesichts schwacher Erlöse durch Verkäufe und aus Anzeigen redaktionelle Arbeit alternativ finanzieren kann.

Zu Gast waren Theresia Enzensberger von krautreporter.de, Konny Gellenbeck von der Tageszeitung taz und Mark Heywinkel, Redaktionsleiter des spendenfinanzierten Online-Projektes Vocer.

Mein Artikel dazu im JUPMA:

Würdiger Auftakt in den Festivalsommer

Zum 15. Mal bietet das Immergut Festival in Neustrelitz wieder drei Tage feinste Popkultur auf ausverkaufter Wiese. Das Festival empfiehlt sich erneut als Sammelstelle kleiner Labels, die ihre Künstler ins Rennen um die Herzen der treuen Besucher schicken. 

So ist das Immergut eine Fundgrube an frischen Bands – und erster Indikator für den bevorstehenden Festivalsommer. Als jetzt auch noch das sonnige Wetter passte, war das Komplettpaket der Freude geschnürt.

Für das Slyle-Magazin war ich mit der Kamera unterwegs. Hier die ganze Fotoserie.

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